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letztes Update 15.09.2009

Ahnenforschung

von Günter Risse

Wie ich mit der Ahnenforschung begann

Als ich 1994 damit begann, mich mit Nachforschungen zu meinen Vorfahren zu beschäftigen, gab es eine ganze Reihe von Fragen, die zu klären waren. Zunächst die Frage, woher kann man Informationen beziehen. Damals lebte mein Vater noch und ich versuchte vom ihm alles Mögliche zu seiner Herkunft, seinen Eltern und Geschwistern zu erfragen. Er war damals 88 Jahre alt. Ich bemerkte sehr bald, dass er sich an manche Kleinigkeit, aber nicht an Ereignisse, die ich für wichtig hielt, erinnern konnte. Es gelang mir, Schriftstücke zu finden, die seinen Lebensweg annähernd nachzeichneten. Leider hatte ich von meiner Mutter kaum etwas gefunden. Es reifte die Erkenntnis:

Wenn man sich entschließt, Ahnenforschung zu betreiben, dann sollte man zeitig anfangen und alles an Schriftstücken, Fotos usw. auch Gegenstände zu sichern .

Von meinen Großeltern mütterlicherseits hatte ich nur wenig. Ich wusste aber, dass meine Großmutter mütterlicherseits nach dem Tode ihres Ehemannes 1948 noch längere Zeit bei meiner Tante gelebt hatte. Als ich sie eines Tages nach noch vorhandenem meiner Großeltern fragte, zeigte sich wiedereinmal, dass ich zu spät kam. Ein alter Bauernschrank meiner Großeltern, an den ich mich sehr gut erinnern konnte und der bei meiner Tante noch lange Zeit mit Dokumenten gefüllt, gestanden hatte, war bei einer Rekonstruktion des Wohnhauses auf dem Müll gelandet! Ich war sehr ärgerlich über mich, dass ich nicht eher danach gefragt hatte. Meinen Großvater väterlicherseits habe ich nicht kennen gelernt, er starb 1915 im 1. Weltkrieg in Belgien. Seine Frau heiratete später einen anderen Mann, den ich auch nicht kennen lernte, weil er vor meiner Geburt starb.

Meine Großmütter waren, wie vielleicht alle Großmütter der Welt, liebe gute Frauen.

Sehr bald war mir klar, ich musste zunächst die in Betracht kommenden Pfarrämter anschreiben und um Auskunft aus den vorhandenen Kirchenbüchern bitten. Das gelang auch zunächst recht gut. Die meisten Pfarrämter waren bemüht, umfassend und authentische Auskunft zu geben. Aber es gab auch andere Pfarrer, welche offenbar für die Interessen einen Ahnenforschern keine oder ganz wenig Verständnis aufbringen konnten. Meist telefonierte ich mit den Pfarrern oder deren Mitarbeitern und wir konnten eine befriedigende Lösung finden. In einem Fall gelang das allerdings nicht, einer junge Pfarrerin fehlten auch noch die im Umgang von gebildeten Menschen üblichen Höflichkeitsformen. Diesen Einzelfall kann ich verschmerzen. Mehrfach hatte ich auch Erfolg bei Auskunftsersuchen an Behörden, Standesämter und andere Institutionen . Da es sich bei fortschreitendem Forschungsstand immer mehr um ältere Personen handelte, kamen allerdings Anfragen an Standesämter immer weniger in Betracht. Einige wenige Anfragen richtete ich an Privatpersonen, teils Verwandte oder Menschen, die nach meinen Rechercheergebnissen etwas zu Vorfahren sagen konnten. Bedauerlicherweise waren die meisten der angesprochenen Personen nicht bereit, überhaupt mit mir zu reden.

Namensherkunft

Irgendwann kommt man zu der Frage, woher stammt eigentlich mein Familienname? Mein bisheriges Studium der Literatur hat noch nichts konkretes zum Namen RISSE gefunden. Auch zu anderen Namen aus meinen Ahnenlisten sind die Ergebnisse ziemlich spärlich. Auffällig ist, das Name RISSE im Westen Deutschlands und in Frankreich recht häufig vorkommt. Die bisherigen Ergebnisse zu Familiennamen bedürfen noch weitere Ergänzungen.